Unter Heizöl-Unit versteht man die optimal aufeinander abgestimmten Komponenten Ölheizkessel, Ölbrenner und Heizungsregelung. Dies hat den großen Vorteil, dass höchste Nutzungsgrade sowie eine besonders emissionsarme Verbrennung garantiert werden. Die moderne Heizöl-Unit wird steckerfertig mit einem Brenner geliefert. Das bedeutet auch wenig Aufwand bei der Montage. Zusätzlicher Vorteil: Im Problemfall haben Sie einen konkreten Ansprechpartner (und nicht mehrere Firmen ….), der Ihnen rasch und kostengünstig behilflich ist. Im Wesentlichen werden heute Guss- und Stahlheizkessel angeboten, die eines gemeinsam haben: eine lange Lebensdauer und Wartungs- bzw. Servicefreundlichkeit. Die neue Ölheizung ist ein Niedertemperaturheizkessel (NT-Kessel): niedrige Heizkesseltemperaturen unter 60°C sorgen für höchste Wirkungsgrade. Die dadurch gestiegene Materialbelastung (Schwitzwasserbildung im Brennerraum bzw. in den Abgaswegen) wird durch den Einsatz von Speziallegierungen für den Kesselkörper und ausgefeilten Kesselkonstruktionen erfolgreich Rechnung getragen. Seit Neuestem werden auch von einzelnen Geräteherstellern Öl-Brennwertkessel angeboten. Diese Technik hat den Vorteil, durch Kondensation der Rauchgase über einen integrierten Wärmetauscher einen sehr hohen Jahresnutzungsgrad zu erzielen.

Der Ölbrenner

Für eine optimale Verbrennung wird in vollautomatischen Ölbrennern von Zentralheizungsanlagen das Heizöl meist durch eine Düse gepresst, dabei zerstäubt und das entstehende Luft-/Heizöl-Gemisch gezündet und verbrannt. Moderne Heizölbrenner unterscheiden sich heute im Wesentlichen hinsichtlich ihres Emissionsausstoßes, der durch Low-Nox-, Blaubrenner und andere spezielle Techniken gegenüber veralteten Brennerkonstruktionen sehr stark vermindert wurde. Tipp: Wenn Ihnen die Emissionszahlen wegen der steigenden Umweltschutzanforderungen ein Anliegen sind, dann sollten Sie bei derartigen Vergleichen immer auf Angaben in Milligramm pro Kilowattstunde oder Megajoule bestehen.

Die Regelung

Sie hilft Ihnen, zur richtigen Zeit im gewünschten Raum die optimale, von Ihnen eingestellte Zimmertemperatur vorzufinden. Die moderne mikroprozessorgesteuerte Regelung gibt es sowohl mit digitaler, als auch mit analoger Anzeige. Einmal einstellen, fertig: Alles andere überlassen Sie mit ruhigem Gewissen der Regelung. Sie sorgt für die richtige Tages- bzw. Nacht-Raumtemperatur, sowie mittels der „Boilervorrangschaltung“ für die Steuerung der Warmwasseraufbereitung. Und sollten Sie auf Winterurlaub fahren, so übernimmt die Regelung ein Spar- bzw. Frostschutzprogramm für die Tage Ihrer Abwesenheit. Bei vielen Regelungen werden Informationen und Betriebskennwerte sogar schon im „Klartext“ angezeigt, was natürlich für eine besonders anwenderfreundliche Bedienbarkeit sorgt.

Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit

Ein Vergleich macht Sie sicher, dass Heizöl in Kombination mit modernster Heizungstechnik zu den besonders wirtschaftlichen Energieträgern zählt. Einerseits durch die über Jahre hinweg günstigen Heizölpreise, andererseits auf Grund des hohen Heizwertes und der Normnutzungsgrade moderner Ölzentralheizungsanlagen von über 90%. Deshalb sollten Sie immer Heizkostenvergleiche auf Basis Schilling pro Kilowattstunde (ATS/kWh) durchführen: so gelangen Sie zu vergleichbaren Energiepreisen! Hier muss man der Heizungsindustrie ein großes Lob aussprechen. Durch konstante Weiterentwicklung und intensive Forschungsarbeiten ist es heute möglich, Heizöl nicht nur wirtschaftlich, sondern auch besonders umweltschonend zu verbrennen! Der hohe Nutzungsgrad und spezielle Brennerkonstruktionen (Blaubrenner oder Low-Nox-Techniken) bringen neben effizienter Energienutzung auch eine besonders emissionsarme Verbrennung. Damit wird nicht nur Ihre Brieftasche, sondern auch unsere Umwelt geschont.

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Die Inbetriebnahme

Man versteht unter Inbetriebnahme die erstmalige (oder erneute) „Aufnahme des für den Betrieb notwendigen Funktionsablaufes der Ölheizung“. Dabei ist das sachgemäße Einstellen und Einregulieren z.B. der Öl- bzw. Luftzufuhr des Brenners, der Ventile und Armaturen sowie der Regelungen besonders wichtig. Achtung: Vor der Inbetriebnahme sind alle Regel-, Sicherheits- und Absperrorgane vom Spezialisten zu prüfen. Der Fachmann ist auch verpflichtet, den Heizungsbetreiber entsprechend zu unterweisen, ihm eine Bedienungsanleitung auszuhändigen und diese auch zu erläutern. Übrigens: Die Kurzfassung der Bedienungsanleitung ist gut sichtbar im Heizraum anzubringen!

Die Wartung der Heizung

Die Wartung einer Ölheizung (1x jährlich) umfasst „alle Maßnahmen zur Wahrung des Sollzustandes, zur Erhaltung der Sicherheit und zur Sicherstellung eines störungsfreien, effizienten und verschleißarmen Betriebes“. Wichtig! Die Wartung Ihrer Ölheizung sollte nur vom Fachmann durchgeführt werden. Falsche oder unterlassene Wartung kann zu Mehrkosten und Sicherheitsrisiken führen. Optimal wäre, die regelmäßige Wartung einige Wochen vor Beginn der nächsten oder nach Beendigung der letzten Heizsaison durchführen zu lassen. Die Ölbrennerwartung beinhaltet das Reinigen des Brenners bzw. das Auswechseln des Ölfilters und der Öldüse. Durchzuführende Prüfungen: Motor, Pumpe, Steuergerät, Flammenwächter, Elektroden und Armaturen etc. Übrigens: Eine deutlich wahrnehmbare Geräuschentwicklung der Brennerpumpe kann ein Anzeichen für einen verstopften Filter oder eine blockierte Ölleitung sein.

Nicht vergessen: Bei Tankbefüllung Brenner ausschalten. Der Abschluss jeder Wartung beinhaltet eine Rauchgasmessung mit elektronischem Messgerät und Protokollierung der gemessenen Anlagendaten.